Batteriespeicher-Grundlagen
Der Speicher hebt deinen Eigenverbrauch: Sonnenstrom vom Tag wird abends genutzt, statt günstig eingespeist zu werden. Fünf Begriffe reichen, um Angebote zu verstehen.
Kapazität: nominal vs. nutzbar
Ein Speicher hat eine Nennkapazität (z. B. 13,8 kWh) und eine geringere nutzbare Kapazität. Der Unterschied ist die Entladetiefe (DoD) — man entlädt eine Batterie nie ganz, um sie zu schonen. Achte im Angebot auf die nutzbare kWh-Zahl, nicht nur auf die nominale.
Chemie: LFP vs. NMC
- LFP (Lithium-Eisenphosphat): sicherer, sehr lange Zyklenzahl, kobaltfrei. Der Standard im Heimspeicher.
- NMC: höhere Energiedichte, aber wärmer und kürzer lebend. Im Haus meist nicht die erste Wahl.
Fast alle aktuellen Heimspeicher sind LFP — gut so.
SoH und Garantie
SoH (State of Health) = Restkapazität gegenüber neu. Garantien sichern eine Mindest-Restkapazität am Ende der Laufzeit zu (z. B. „mind. 70 % nach 10 Jahren"). Frag nach Jahren und garantierten Zyklen.
Modular = zukunftssicher
Viele Speicher (z. B. Sungrow SBR, RCT, Sigenergy, SMA) sind modular: Du beginnst klein und erweiterst später in Stufen. Wenn du evtl. später ein E-Auto oder mehr Verbrauch erwartest, ist Modularität wertvoll.
Dimensionierung — die einfache Regel
Als grobe Orientierung: nutzbare Speicher-kWh ≈ deine kWp (oder etwas weniger). Für ein Haus mit ~4.000 kWh Grundverbrauch + Wärmepumpe + evtl. E-Auto sind 10–15 kWh meist sinnvoll. Zu groß bringt wenig (im Winter selten voll, im Sommer selten leer); zu klein verschenkt Sonnenüberschuss.
Kurz: Auf nutzbare (nicht nominale) kWh achten, LFP ist der Standard, Garantie in Jahren + Zyklen prüfen, modular kaufen wenn du erweitern könntest, und den Speicher grob auf die Anlagengröße abstimmen.
Jetzt wechseln wir zur Wärme: Wie eine Wärmepumpe funktioniert.